Ernährung
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Ratgeber

Dürfen Hunde Nudeln essen? Alle Infos

Von
Christina Weidemann
|
Aktualisiert am
07
.
12
.
2023
|
Lesezeit:
3
Min.

Nudeln dürfen in keiner Küche fehlen. Egal ob Spaghetti, Penne oder Fusilli – ein Leben ohne sie ist einfach undenkbar. Doch wie sieht es mit Nudeln für Hunde aus? Dürfen wir unsere Lieblingsspeise mit unseren Vierbeinern teilen?

In diesem Artikel beantworten wir alle wichtigen Fragen von Hundehaltern zum Thema Nudeln. Wir zeigen Dir, welche Nudelsorten gesund sind und was es grundsätzlich zu beachten gilt.

Inhaltsverzeichnis
Hund guckt hungrig über den Tisch.

Vertragen Hunde Nudeln: Ja oder nein?

Ja, Hunde können Nudeln essen. Vorausgesetzt, sie werden in Maßen und richtig zubereitet. Nudeln enthalten Kohlenhydrate, die für Hunde eine wichtige Energiequelle sind. Sie sind auch ein wichtiger Lieferant von Ballaststoffen, die die Verdauung des Hundes regulieren.

Hinweis: Im Gegensatz zu Wölfen können Hunde Stärke bis zu 5-mal besser verwerten.

Nudeln sollten jedoch nicht die Hauptnahrung Deines Hundes ausmachen, da sie nicht alle Nährstoffe enthalten, die Dein Hund benötigt.

Welche Nährstoffe enthalten Nudeln?

Nudeln sind wie Reis und Kartoffeln reich an Kohlenhydraten. Wenn Du also die Energiezufuhr Deines Hundes reduzieren möchtest, sind Nudeln nicht geeignet.

Für die Verdauung von Hunden sind die meisten Nudeln jedoch unbedenklich. Im Laufe der Domestikation hat sich der Haushund immer mehr an die menschliche Ernährung angepasst. Wenn Hunde Nudeln fressen, schüttet die Bauchspeicheldrüse das Enzym Amylase aus, das die Stärke in Energie umwandelt.

Weitere wichtige Bestandteile sind:

Tipp: Weich gekochte Nudeln sind eine tolle Alternative, wenn Du Schonkost füttern musst. Sie geben Deinem Hund die nötige Energie, um schnell wieder auf die Beine zu kommen, ohne den Darm zu sehr zu reizen.

Welche Nudelsorten für Hunde?

Es gibt viele verschiedene Nudelsorten, aber nicht alle sind für Hunde geeignet. Hier sind einige Nudelsorten, die Du Deinem Hund problemlos geben kannst:

Fütterungshinweise für Hülsenfrüchte

Hülsenfrüchte wie Linsen, Kichererbsen und Bohnen haben roh im Hundenapf nichts verloren!

Diese Lebensmittel enthalten den Stoff Phasin, der zu einer Verklumpung der roten Blutkörperchen führen kann, wenn sie ungekocht verzehrt werden. Die Folgen reichen von starken Bauchschmerzen bis hin zu inneren Blutungen.

Wenn Dein Hund rohe Hülsenfrüchte gegessen hat, solltest Du sofort eine Tierarztpraxis aufsuchen.

Wann dürfen Hunde dürfen keine Nudeln?

Nudeln bestehen hauptsächlich aus kurzkettigen Kohlenhydraten und sättigen daher nicht lange. Wenn Dein Hund bereits an Übergewicht leidet, ist es ratsam, Nudeln vom Speiseplan zu streichen.

Achtung: Um das optimale Diätfutter zu finden, solltest Du Dich von Deinem Tierarzt beraten lassen.

Es gibt auch Hunde, die an einer Getreideallergie leiden. Wenn betroffene Hunde Nudeln fressen, kann es zu Juckreiz und Magen-Darm-Beschwerden kommen.  Auch hier solltest Du im Zweifelsfall Deinen Tierarzt konsultieren.

Schale mit Nudeln neben MacBook

Wie viele Nudeln für Hunde?

Für Nudeln gibt es leider keine Portionsgröße, die für alle Hunde gilt. Es hängt immer von verschiedenen Faktoren wie dem Aktivitätsniveau oder der Größe ab.

Während sportliche Hunde mehr Energie benötigen und daher mehr Nudeln fressen können, ist dies bei anderen Hunden nicht der Fall. Für Hunde, die aufgrund ihrer Rasse, ihres Alters oder einer Krankheit ein eher ruhiges Leben führen, sind Nudeln weniger geeignet.

Auch wenn Nudeln zu den Nahrungsmitteln gehören, die Hunde vertragen, sollten sie nicht täglich gefüttert werden. Mehr als ein- bis zweimal pro Woche ist nicht zu empfehlen.

In der Futterration selbst sollte der Kohlenhydratanteil nicht mehr als 30 % betragen. Weitere Kohlenhydratquellen sind beispielsweise Kartoffeln oder Pastinaken, die ebenfalls mit eingerechnet werden müssen.

Tipp: Wenn Dein Hund noch nie Nudeln gefressen hat, solltest Du mit einer kleinen Menge anfangen. Nur so kannst Du herausfinden, wie gut er sie am Ende wirklich verträgt.

Wie bereitet man Nudeln für Hunde richtig zu?

Nudeln zu füttern ist ganz einfach. Man muss nur ein paar kleine Dinge beachten:

Dürfen Hunde Nudeln mit Tomatensoße essen?

Egal, welche Sauce Du gerne zu Deinen Nudeln isst – Nudelgerichte sollten nicht mit Hunden geteilt werden.

Aglio e olio wird mit Knoblauch zubereitet, der für Hunde hochgiftig ist. Tomatensaucen aller Art sind oft mit für Hunde unverträglichen Kräutern versetzt oder einfach viel zu scharf gewürzt. Außerdem bestehen sie aus Tomaten, die das giftige Solanin enthalten.

Käse ist in Maßen für Hunde in Ordnung, aber auch hier solltest Du unbedingt auf die Menge und die Käsesorte achten. Weitere Informationen findest Du in unserem Käse-Ratgeber.

Hundepfoten hinterlassen eine Spur.

Fazit

Nudeln sind für Hunde in Ordnung, solange sie richtig zubereitet und in angemessenen Mengen serviert werden. Zu viel Pasta führt zu Übergewicht.

Gewürze und Soßen sollten jedoch weggelassen werden. Manche Hunde leiden auch an einer Glutenunverträglichkeit. In diesem Fall kann man z.B. Reis- oder Buchweizennudeln anstelle von Weizennudeln füttern.

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