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Transport & Sicherheit

Hunde-Transportbox fürs Auto: die Testsieger 2024

Von
Christina Weidemann
|
Aktualisiert am
06
.
02
.
2024
|
Lesezeit:
5
Min.

Du bist viel unterwegs und Dein Hund soll dabei sein? Dann musst Du ihn während der Fahrt ausreichend sichern. Denn ein einfacher Hunde-Anschnallgurt reicht im Ernstfall nicht aus.

In diesem Beitrag stellen wir Dir die besten Transportboxen für die Rückbank und den Kofferraum im Detail vor. Außerdem zeigen wir Dir, worauf Du bei der Auswahl achten musst und was eine gute Transportbox ausmacht.

Inhaltsverzeichnis
Junges Mädchen und Hund umarmen sich im Auto

Wie groß sollte eine Transportbox für Hunde sein?

Entscheidend für die Wahl einer passenden Hundetransportbox sind in erster Linie die Größe und Anzahl der Hunde. Für kleine Jagdhunde wie beispielsweise Dackel gibt es praktische Hundeboxen mit herausnehmbarer Trennwand.

Für mittelgroße und große Hunde empfiehlt sich eine spezielle XXL-Box. Grundsätzlich sollte die Box mindestens 20 Zentimeter breiter und länger als Dein Vierbeiner sein. So kannst Du sicher sein, dass Dein Hund sich bei Bedarf hinlegen und ausstrecken kann, um sich während der Fahrt zu entspannen.

Lese-TippGrößentabellen und unseren praktischen Hundebox-Rechner findest Du hier →

PLD Testbericht: Die besten Hundeboxen fürs Auto

Große Hunde Kleine Hunde 2 Hunde Komfortsieger Welpenliebling
Marke EUGAD TRIXIE Schmidt Knuffelwuff Ferplast
Sicherheit Sehr gut Sehr gut Ausgezeichnet Gut Gut
Einbauort Kofferraum Kofferraum Kofferraum Rückbank Kofferraum
Hundegröße Große Hunde Kleine Hunde & Welpen 2 mittelgroße oder 1 großer Hund Mittelgroße & große Hunde Kleine Hunde & Welpen
Maße B80 x H65 x T65 cm 48 x 56 x 61 cm 100/83/68 cm 60 x 50 x 50cm 100 x 60 x h 66 cm
Material Alu Alu Alu Memory Foam, Kunstleder Kunststoff
Gewicht 12kg 10 kg 30 kg 6 kg 7 kg
Besonderheit Trapezform für optimale Ausnutzung des Kofferraums, 360 Grad Sicht, gute Belüftung Rutschfeste Liegematte, geräuscharm, Klettleisten am Boden für einen sicheren Stand Flexible Trennwand, made in Germany, Crashtest bestanden Orthopädische Liegefläche, abnehmbarer Bezug, kratzfest, mit Cargo Gurtsystem ausstattbar Widerstands-fähiges & hitzbeständiges Material, fürs Auto und zuhause, gut zu tragen, inkl. Fächer
Zum Angebot Zum Angebot Zum Angebot Zum Angebot Zum Angebot

Unsere Testsieger im Überblick

EUGAD Hundetransportbox für große Hunde

EUGAD Hundetransportbox Alu
Vorteile Nachteile
Sehr stabil Kein Sichtschutz bei nervösen Hunden
Starkes Türschloss Nicht rutschfest im Kofferraum
Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
Schnell aufgebaut
Zum Angebot weiße Hundepfote

Diese Box ist für größere Hunde konzipiert und besticht durch ihre robuste Konstruktion aus Aluminium. Die großzügigen Gitterstäbe sorgen für gute Sicht und Luftzirkulation, und das eingebaute Sicherheitsschloss garantiert die Sicherheit Deines Hundes.

Beliebt bei folgenden Rassen: Husky, Samojede, Weimaraner, Border Collie, Chow-Chow, Shetland Sheepdog & Co.

Wenn Dein Hund allerdings beim Fahren schreckhaft ist und auf Geräusche oder Lichtreflexe schnell gestresst reagiert, bietet sich dieses Modell nicht an. Denn durch die 360-Grad Rundumsicht kannst Du Deinen Hund nicht von der Stressquelle wegdrehen.

Tipp: Für einen besseren Sichtschutz empfehlen wir Dir die etwas teurere Variante von Trixie.

TRIXIE Hunde-Transportbox für kleine Hunde

TRIXIE Hunde-Transportbox Aluminium
Vorteile Nachteile
Robust & langlebig Etwas dunkel
Geräuscharm
Gute Belüftung
Rutschfest

Trixie ist die wohl bekannteste Hundemarke im Fressnapf-Sortiment. Sie steht seit jeher für gute Qualität zu einem fairen Preis. Insbesondere die Transportboxen sind bei Hunde- und Katzenhaltern gleichermaßen beliebt.

Die vorgestellte Box eignet sich hervorragend für kleine Hunde, die oft etwas langsamer zur Ruhe kommen als große Hunde. Die Box ist robust, kratzfest und gleichzeitig sehr komfortabel. Zudem schirmt sie Geräusche während der Fahrt weitgehend ab.

Schmidt-Doppelbox

Schmidt Doppelbox ALU Teaser
Vorteile Nachteile
Passt in gängige PKW Höherer Preis
Made in Germany
Crashgetestete Hundetransportbox
Wasser- und witterungsbeständig

Die Schmidt Hundebox ist ideal für Hundebesitzer, die mehrere Hunde transportieren möchten. Ihre leichte Aluminiumkonstruktion und die gute Belüftung machen sie zu einer sicheren und komfortablen Wahl.

Die Trennwand kann leicht entfernt werden, um größeren Hunden mehr Platz zu bieten. So kann bei Bedarf auch ein Border Collie oder Schäferhund problemlos transportiert werden. Wir finden die Box daher ideal für Hundetrainer, Züchter und Hundepensionen.

Knuffelwuff Cargo Hundebox für die Rückbank

Knuffelwuff Cargo Hundebox
Vorteile Nachteile
Robustes Material Höheres Preissegment
Verschiedene Höhen und Größen ggf. Handwerker für Einbau
Aufwertung der Immobilie
Auch für kräftige Hunde geeignet

Wer mit seinem Hund vor allem in der Stadt und auf kurzen Strecken unterwegs ist, muss nicht unbedingt in eine teure Aluminiumbox investieren. Vielen Hundebesitzern reicht etwas Praktischeres und Leichteres.

Das Besondere an der Knuffelwuff Box ist vor allem die orthopädische Liegefläche aus Memory Foam. Denn diese sorgt für eine schonende Unterstützung der Wirbelsäule und der Gelenke des Hundes. Zudem ist die Oberfläche abwischbar und der abnehmbare Bezug maschinenwaschbar.

Das robuste Kunstleder macht die Box nicht nur vegan, sondern schützt Dein Auto auch vor Kratzern und Hundehaare. Denn zum Ein- und Aussteigen gibt es einen ausklappbaren Schutzbezug.

Ferplast Autotransportbox für alle Fälle

Ferplast Autotransportbox für Hunde Teaser
Vorteile Nachteile
Kaum Gewicht Nicht so sicher wie eine Alu-Box im Falle eines Unfalls
Großzügige Lüftungsgitter
Beschichtete, Zwei-Wege Stahlschiebetür
Drainagematte leitet Feuchtigkeit ab

Diese Kunststoffbox eignet sich hervorragend für alle Hunde bis max. 40 kg. Hartplastik ist leicht zu reinigen, stabil und kann gleichzeitig mühelos auch von zierlichen Personen angehoben werden.

Dadurch eignet sich die Box auch für den Transport zum Tierarzt, zur Welpenabholung oder für den Wechsel zwischen Auto und Wohnung. Die praktische Drainagematte hält den Innenraum stets trocken und die Lüftungsschlitze sorgen für eine gute Luftzirkulation.

Hinweis: Bei regelmäßigen Fahrten oder häufigen Langstrecken mit Hund empfehlen wir dennoch eine Aluminiumbox im Auto.

Ist eine Hundebox im Auto Pflicht?

Laut Straßenverkehrsordnung fallen Hunde unter „Ladung“ im Auto. Gemäß § 22 müssen Personen, die einen Hund in ihrem Fahrzeug mitführen, sicherstellen, dass das Tier auch bei einer Vollbremsung an Ort und Stelle bleibt.

Hunde dürfen auf dem Rücksitz, im Fußraum hinter den Vordersitzen oder im Kofferraum befördert werden, jedoch nicht im vorderen Fußraum oder auf dem Beifahrersitz. Sowohl der Hundehalter als auch der Fahrzeugführer sind für die ordnungsgemäße Sicherung des Hundes verantwortlich.

Bei Nichtbeachtung dieser Vorschriften können empfindliche Strafen verhängt werden.

Worauf muss man beim Kauf einer Hundetransportbox achten?

Eine gute Hundebox muss mehrere Punkte erfüllen. Nur sicher oder nur praktisch reicht leider nicht aus. Die folgende Checkliste gibt einen schnellen Überblick:

Größe der Box

Die Box sollte so groß sein, dass Dein Hund darin stehen, sich umdrehen und bequem liegen kann. Sie sollte aber auch nicht zu groß sein, damit er bei ruckartigen Manövern nicht durch die Box fliegt.

Material

Stiftung Warentest und der ADAC empfehlen vor allem Hundeboxen aus Stahl oder Aluminium. Kunststoff-, Stoff- oder Drahtkörbe sind nicht Crashtest-fähig. Doch auch bei Alu- und Stahlboxen kann es Unterschiede in der Stabilität und Verarbeitung geben. Hier also lieber zweimal hinschauen und an allen Ecken und Kanten kräftig rütteln.

Belüftung

Was eigentlich selbstverständlich ist, muss trotzdem erwähnt werden. Denn gerade im Sommer sind Hunde am Fenster starker Hitze ausgesetzt. Damit sie nicht in die Hitzefalle tappen, ist es Deine Pflicht als Hundehalter, für eine ausreichende Belüftung zu sorgen und die Scheiben im Zweifelsfall mit einem zusätzlichen Hitzeschutz zu versehen.

Rutschfestigkeit

Dein Hund kann sich nur entspannen, wenn er sich sicher fühlt. Dazu gehört, dass weder er noch die Box während der Fahrt unkontrolliert herumrutschen. Die meisten Hundeboxen werden mit einer Antirutschmatte geliefert. Wenn nicht, kann man sie für wenig Geld nachkaufen.

Die Box sollte zumindest an der Unterseite mit Klettband versehen oder verschraubt sein. Noch sicherer fährst Du mit Maßanfertigungen. Diese sind optimal an die Platzverhältnisse in Deinem Kofferraum angepasst.

Sicherheit

Die Türen der Box sollten sicher verschließbar sein. Überprüfe vorher, ob die Schlösser stabil sind und sich nicht unbeabsichtigt öffnen lassen. Ein großes Frontgitter bietet Deinem Hund zudem einen bequemen und kontrollierten Ein- und Ausstieg.

Hinweis: Noch sicherer ist es für Deinen Hund, wenn er im Auto ein spezielles Sicherheitsgeschirr trägt. So hast Du mehr Kontrolle beim Ein- und Aussteigen. Viele Hunde stehen beim Autofahren unter Stress und rennen im schlimmsten Fall auf die Straße, sobald sich die Tür öffnet.

Die besten Hundegeschirre im Test findest Du hier →

Komfort

Hier nehmen wir den Faden von oben wieder auf. Eine gute Hundebox bietet neben der nötigen Sicherheit auch einen gewissen Komfort für Deinen Hund. Außerdem solltest Du sie ohne Probleme selbst ein- und ausladen können, wenn sie nicht verschraubt ist.

Einfacher Transport

Stabile Tragegriffe erleichtern das Bewegen der Box. Bei großen Boxen sind zwei Griffe erforderlich. Abgeschrägte Vorderseiten sorgen zudem für eine optimale Raumausnutzung.

4 süße Welpen schauen aus dem Kofferraum

Welches Material für meine Hundebox?

Die Wahl des Materials hat einen großen Einfluss auf die Sicherheit und den Komfort Deines Vierbeiners während der Fahrt. Dabei kommt es jedoch immer auf den Zweck der Fahrt sowie die Häufigkeit an.

Lesetipp: Noch mehr Infos sowie unseren unabhängigen Testbericht der besten faltbaren Hundeboxen findest Du hier →

Reicht eine Transporttasche für Hunde?

Viele Hundebesitzer benutzen für Autofahrten lieber eine Transporttasche als eine Box. Das mag auf den ersten Blick praktischer sein, aber im Falle eines Unfalls tust Du Deinem Hund damit keinen Gefallen. Nachfolgend haben wir für Dich die Vor- und Nachteile beider Möglichkeiten aufgelistet:

Transporttasche Transportbox
Sicherheit Kein Schutz bei Unfällen, da nicht formstabil Je nach Material robust bis sehr robust
Eignung Nicht für große und schwere Hunde geeignet Alle Hundegrößen
Vielseitigkeit Praktisch für öffentliche Verkehrsmittel und kurze Ausflüge. Oft im Auto verschraubt; maximal für kurze Wege geeignet (je nach Material)
Komfort Weich und bequem für den Hund, bietet jedoch weniger Halt, was viele Hunde verunsichert beim Fahren Fester und sicherer Raum, der mehr Halt und Schutz bietet.
Preis Gibt es schon für kleines Geld Je nach Material etwas teurer bis sehr viel teurer

Hundebox-Crashtest der Stiftung Warentest

In ihrem großen Hundeboxen-Test haben die Verbraucherschützer insgesamt 21 Geschirre und Boxen genauer unter die Lupe genommen. In Zusammenarbeit mit dem Schweizer Verkehrsclub TCS wurden 15 Boxen aus verschiedenen Materialien wie Aluminium, Stahl, Kunststoff und Stoff sowie zwei Drahtkörbe getestet. Hinzu kamen sechs Geschirre.

Die Testkriterien gliederten sich wie folgt:

Sicherheitsbewertung (50 %)

Mithilfe  der beiden Dummys Lucky und Murphy, die aus einem Stahlrahmen und einer gepolsterten Kunststoffhülle bestehen, wurden Crashtests simuliert. Es kamen keine Tiere dabei zu Schaden!

Die Hundeboxen wurden gemäß Herstellerangaben im Auto montiert. Zusätzlich wurde die Zugfestigkeit der Geschirre geprüft.

Eignung für den Hund (20 %)

Die Prüfer untersuchten zunächst, wie leicht der Hund in die Box einsteigen oder das Geschirr anlegen kann. Sie achteten zudem auf die Rutschfestigkeit der Matte in der Box, mögliche scharfe Kanten, ausreichende Belüftung und Bewegungsfreiheit. Auch der mögliche Stresspegel der Hunde wurde berücksichtigt.

Praktische Handhabung (20 %)

Bewertet wurden Aufbau und Installation der Boxen, Vollständigkeit der Sets, Verständlichkeit der Anleitungen, Zeitaufwand, benötigtes Werkzeug und mögliche Verletzungsgefahren. Die Prüfer überprüften auch die Reinigungs- und Anschnallmöglichkeiten.

Konstruktion (10 %)

Hier standen die Stabilität, das Material und die Verarbeitungsqualität der Boxen und Geschirre im Vordergrund. Wichtig waren Faktoren wie Kratzfestigkeit, Wasserabweisung, Rutschfestigkeit und ob sich Teile lösen können. Auch die Sicht des Fahrers durfte nicht beeinträchtigt werden.

Punktabzüge

Von den jeweiligen Hundeboxen wurde abgeraten, wenn sie im Crashtest "mangelhaft" abschnitten oder die Sicherheitsbewertung für Mensch und Hund nur "ausreichend" oder schlechter war. Auch scharfe Kanten oder Ecken sowie unzureichende Sicherheitssysteme führten zu einer Abwertung.

Ein Hund wartet drauf, ein Kommando zu kriegen

Step-by-Step: Wie gewöhne ich meinen Hund an eine Hundebox?

Hierfür greifen wir die Tipps von Martin Rütter auf. Beginne langsam und in vertrauter Umgebung. Geduld und positives Feedback sind entscheidend:

Hundepfoten hinterlassen eine Spur

Fazit

Bei Hunde-Transportboxen gibt es große Unterschiede hinsichtlich Materialart, Zweck und Qualität. Eine Alu- oder Stahlbox ist im Ernstfall der einzig wirkliche Schutz, den Dein Hund hat.

Hundekäfige, Kunststoff- oder Stoffboxen eignen sich eher für den gelegentlichen Stadtverkehr. Sie sind wesentlich günstiger und leichter. Allerdings schnitten diese im Crashtest der Stiftung Warentest nicht gut ab.

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