Ernährung
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Ratgeber

Dürfen Hunde Oliven essen? Das musst Du wissen

Von
Christina Weidemann
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Aktualisiert am
30
.
05
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2024
|
Lesezeit:
3
Min.

Oliven sind wie Pizza Hawaii. Für die einen eine Delikatesse, für die anderen eine Todsünde. Dabei haben Oliven auch gesundheitliche Vorteile. Aber was ist mit Hunden?

In diesem Artikel erfährst Du alles über Oliven für Hunde. Wir zeigen Dir, wie gesund sie wirklich sind und worauf Du bei Oliven achten solltest.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste zu Oliven kurz und knapp:

  • Oliven gehen grundsätzlich für Hunde in Ordnung, solange sie naturbelassen sind
  • Entferne den Olivenkern (Erstickungsgefahr!)
  • Hunde sollten Oliven nur in Maßen bekommen, da sie recht fettig sind

Sind Oliven gut für Hunde?

Grundsätzlich ja. Allerdings gilt das nicht für jede Olive. Die meisten Oliven, die wir zu Hause haben, sind entweder in Öl oder in Salzlake eingelegt. Viele Oliven sind auch mit verschiedenen Dingen gefüllt. Verarbeitete Oliven sind für Hunde grundsätzlich tabu.

Solange sie aber frisch sind, braucht man sich um Oliven keine Sorgen zu machen. Egal ob grün oder schwarz.

Hinweis: Die meisten schwarzen Oliven aus dem Supermarkt sind eigentlich grüne Oliven, welche mit Natriumhydroxid und Eisengluconat gefärbt wurden. Für uns Menschen ist das unproblematisch, für Hunde stellt es ein Gesundheitsrisiko dar.

Mediterranes Käsebrett mit Oliven und anderen Delikatessen.

Was sind die gesundheitlichen Vorteile und Risiken von Oliven für Hunde?

Oliven sind eine beliebte Zutat in vielen mediterranen Gerichten und gelten als gesunder Snack für Menschen.

Oliven liefern ungesättigte Fettsäuren, die zur Erhaltung einer gesunden Haut und eines glänzenden Fells beitragen. Außerdem enthalten Oliven Antioxidantien, die freie Radikale im Körper bekämpfen und Entzündungen reduzieren.

Ein weiterer Vorteil von Oliven für Hunde ist ihr hoher Gehalt an Vitamin E. Dieses Vitamin spielt eine wichtige Rolle bei der Unterstützung eines starken Immunsystems und kann dazu beitragen, das Risiko von Herzerkrankungen und bestimmten Krebsarten zu verringern.

Trotz dieser Vorteile sollten Oliven für Hunde jedoch mit Vorsicht gefüttert werden. Die meisten Oliven werden bei der Verarbeitung mit Salzlake behandelt. Eine übermäßige Salzaufnahme kann bei Hunden zu Problemen wie Dehydrierung, Nierenproblemen und einem Ungleichgewicht im Elektrolythaushalt führen.

Darüber hinaus sollten Hunde, die zu Bauchspeicheldrüsenentzündung neigen oder bereits daran leiden, keine Oliven erhalten. Die in Oliven enthaltenen Fette können bei Hunden mit Vorerkrankung zu einer Reizung der Bauchspeicheldrüse führen und die Symptome verschlimmern.

Empfehlung: Wie bei allen neuen Lebensmitteln sollten Oliven langsam in die Ernährung Deines Hundes eingeführt werden, um sicherzustellen, dass sie gut vertragen werden.

Nachfolgend haben wir Dir noch einmal die wichtigsten Vorteile und Risiken gegenübergestellt:

Vorteile Risiken
Gesunde Fettsäuren für Fellglanz Im Vergleich zu anderen Früchten recht nährstoffarm
Vitamin E zur Stärkung des Immunsystems Hoher Fettgehalt
Entzündungshemmend Natriumüberschuss
Ersticken durch Olivenkern

Wie viele Oliven verträgt ein Hund?

Diese Frage kann nicht pauschal beantwortet werden, da sie immer von verschiedenen Faktoren wie Größe, Gewicht und Gesundheitszustand des Hundes abhängt.

Es ist jedoch wichtig, Oliven nur in kleinen Mengen zu füttern, um das Risiko einer Natriumüberladung zu minimieren. Hin und wieder eine Olive als Hundeleckerli stellt kein Problem dar. Bei kleinen Hunden ist es besser, nur eine halbe Olive zu geben.

Wenn Dein Hund zum ersten Mal eine Olive bekommt, solltest Du ihn danach eine Weile beobachten. Unverträglichkeiten machen sich meist schnell durch Durchfall und Erbrechen bemerkbar.

Kann ich meinem Hund Olivenöl geben?

Ja, kaltgepresstes Olivenöl wird von Hunden gut vertragen. Die enthaltenen Vitamine und ungesättigten Fettsäuren sorgen zusätzlich von innen heraus für ein glänzendes Fell.

Bei der Auswahl des Olivenöls solltest Du auf ein hochwertiges, extra natives Olivenöl achten. Vermeide Olivenöl mit Zusatzstoffen oder Aromen, da diese für Deinen Hund schädlich sein können.

Achtung: Eingelegte Oliven aus der Dose haben in der Hundeernährung nichts zu suchen. Oliven sind ohnehin schon sehr fettreich. Das zusätzliche Öl würde den Rahmen sprengen.

Am besten gibst Du das Olivenöl einfach über das Futter. Je nachdem, wie groß Dein Hund ist, ist ein täglicher Tee- oder Esslöffel Öl im Futter sehr gesund. Dabei kannst Du regelmäßig zwischen Leinöl, Rapsöl, Lachsöl oder Olivenöl wechseln.

Tipp: Olivenöl enthält allerdings nicht ganz so viele Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren wie zum Beispiel Lachs-, Dorsch- oder Algenöl.

Hundefoten hinterlassen eine Spur.

Fazit

Oliven stellen für Hunde grundsätzlich kein Problem dar, solange sie unbehandelt und ungefärbt sind. Außerdem sollte vor dem Verfüttern immer der Kern entfernt werden.

Bedenke aber, dass Oliven relativ viel Fett enthalten und die meisten Oliven in Salzlake eingelegt sind. Verarbeitete Oliven haben in der Hundeernährung nichts verloren.

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